Die hohe Kunst der Meditation

Auszug aus einem Darshan, den OM C. Parkin ( spiritueller Meister, Weisheitslehrer und Philosoph) 2012 zum Thema Meditation abhielt:

… Wie ich vorhin schon sagte, alles, was wir kennenlernen möchten, von dem wir wissen möchten, was es wirklich ist, damit müssen wir eins werden. Die anfänglichen Versuche von Meditation sind gekennzeichnet durch Kämpfe mit Gedanken, Kämpfe mit Unruhe, Kämpfe mit Schmerzen des Körpers, einschlafenden Gliedern, Kämpfe mit der Zeit, Kämpfe mit dem Raum, Kämpfe jeder Art. So ist unsere Annäherung an Meditation. Wir wollten Frieden finden, und was finden wir? Unfrieden jeder Art. Und wenn wir dann durch diese Phase hindurchgetreten sind, mit dem Wissen um den Umgang mit dem Gegner, wenn wir in die Lage versetzt werden, ihn kommen zu lassen und ihn auch wieder gehen zu lassen, wenn wir durchlässiger werden, wenn wir nicht mehr verstrickt sind mit den Kämpfen an der Oberfläche, dann fallen wir ganz von selbst. Es ist eine Absurdität, die darin liegt: Wir kämpfen an der Oberfläche, um endlich fallen zu können, kämpfen gegen Feinde, die uns daran hindern wollen, und bemerken nicht, dass es der Kampf selbst ist, und dass es vollkommen gleichgültig ist, in wessen Namen, ob es in Namen des Guten, des Bösen oder sogar im Namen der Meditation geschieht.

Ich gebe manchmal das Bild eines Schwimmers im Ozean. Wenn er jede Form von Bewegung, jedes Paddeln und jeden Versuch, an der Oberfläche zu bleiben, wenn er jede Bewegung aufgibt, dann sinkt er, stimmt’s? Und wenn er sinkt, dann stirbt er. Und genau das ist es, was diesem Geist widerfahren muss. Erkennen zu können, dass etwas sterben darf, ohne dass das, was ich wirklich bin, stirbt. Das mein Ich sterben kann, ohne dass ich sterbe. Meditation ist Sterben, Meditation ist Fallen, Meditation geschieht im natürlichen Fall des Bewusstseins in sich selbst. Meditation ist Verlassen der Oberfläche und damit auch Verlassen der Welt. Es ist Verlassen des Liebgewonnenen genauso, wie das Verlassen des Leidgewonnenen. Es ist das Verlassen von allem. Und damit der Gewinn meiner selbst. Alles verlassen, um erkennen zu können, was bleibt. Dafür haben die wenigsten Menschen den Mut, das Vertrauen, die Wahrhaftigkeit, die Freiheitsliebe, die Radikalität, die Entschlossenheit, die letzte Konsequenz.

Finde diese Tugend in dir, die dich auch hierher geführt hat, und folge ihr. Du kannst fallen. Es ist anstrengungslos. Wir müssen Fallen nicht anschieben, es geschieht von selbst. Das ist das Geheimnis, dass alles von selbst geschieht. Wir müssen einfach nur aufgeben, das ist alles. Alles aufgeben. Und uns fragen, ernsthaft fragen, woran wir noch hängen. Es ist ganz einfach.

LOSLASSEN …

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