PRIVATPRAXIS / Kosten / Honorar

Grundsätzlich müssen Sie die anfallenden Kosten selbst tragen. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung, ob die Möglichkeit der Kostenerstattung für eine Therapie besteht.

Private Kassen sowie Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenkasse übernehmen häufig einen Teil der Kosten für die Psychotherapie beim Heilpraktiker. Bei den gesetzlichen Krankenkassen gehört die Durchführung der heilpraktischen Tätigkeit nicht zum Standard-Leistungsumfang. Die hierdurch entstehenden Kosten können daher allenfalls im Einzelfall (bei sogenanntem Systemversagen nach § 13 Abs. 3 SGB V - z.B. falls mehrere kassenzugelassene Psychotherapeuten keinen Behandlungsplatz frei oder zu lange Wartezeiten haben) von gesetzlichen Kassen erstattet werden, wenn der Patient rechtzeitig vor oder zu Beginn der Therapie mit seiner Krankenkasse in Verbindung tritt.

Die Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung können beim Finanzamt als „Besondere Belastungen – Gesundheitsausgaben“ geltend gemacht werden. Fortbildungen z. B. im Kommunikationsbereich, Coaching oder Supervision können vom Klienten als „Werbungskosten“ abgesetzt werden, wenn ein Zusammenhang mit dem Beruf besteht und die Aufwendungen der Förderung des Berufs dienlich sind.

Der Heilpraktiker für Psychotherapie ist in der Honorarfindung grundsätzlich frei (§ 145, § 611 BGB). Bei Behandlungsbeginn kommt ein Dienstvertrag gem. §§ 611 BGB zustande. Die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) aus dem Jahr 1985 gibt als Verzeichnis der Vergütung Orientierung für die Abrechnung, ist aber keine Rechtsvorschrift. Sofern die Höhe des Honorars vor der Behandlung nicht vereinbart wurde, gelten die in der GebüH üblichen Beträge (§ 612 BGB ). Heilpraktiker sind nach § 4 Nr.14 S.1 UStG für die heilkundliche Tätigkeit von der Umsatzsteuer befreit.

Als Coach und als Burnoutyoga-Übungsleiterin unterliege ich dem UStG, mein Honorar versteht sich in diesem Fall zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.