LESETIPP: Warum Yoga bei Depressionen heilsam wirkt

Yoga bedeutet „Vereinigung“ und zielt auf die Vereinigung von Körper, Geist und Seele ab. Yoga hilft uns also, das wiederzufinden, was wir verloren haben. Wir sind oft nur noch im Kopf und brauchen eine Verbindung zu unserem Körper, um wieder heil zu werden.

Was genau am Yoga ist nun so heilsam und so kraftvoll bei der Heilung von Depression?

  1. Yoga gibt uns ein Gefühl der Ermächtigung: Yoga hilft uns von einem Gefühl des „Ich kann nicht“ zu „Ich kann“ zu finden. Dieses Gefühl der Ermächtigung kommt vor allem aus zwei Quellen: Zum einen merken wir bei wiederholter Ausübung von Yoga unsere Fortschritte. Was wir noch vor einigen Yogastunden nicht konnten, können wir plötzlich. Zum anderen hilft Yoga uns, unser Durchhaltevermögen zu stärken. Viele Asanas bringen uns an unsere Grenzen. Durch tiefes Atmen wird es uns möglich, diese unangenehme Grenzerfahrung auszuhalten und zu meistern. Das Gefühl von „Ich habe es geschafft“ ist daher in jede Yogastunde mit eingebaut. Es ist das genaue Gegenteil der depressiven Haltung „Ich kann nicht“ und ist daher ein Wundermittel gegen Depression.
  2. Yoga hilft uns, unsere angestauten Emotionen und Körpererinnerungen zu befreien: Durch das Wiederverbinden mit Atem und Körper können sich oft während einer Yogastunde alte, durch Trauma festgehaltene Emotionen im Körper lösen. Oft reicht es, diese Emotionen einfach fließen zu lassen. Danach ist meist ein Gefühl der Befreiung spürbar. Wir müssen nun diesen Ballast nicht mehr mit uns herumtragen, es ist Platz für mehr Lebensenergie in unserem Körper, die nun freier fließen kann.
  3. Yoga lehrt uns, wie wir negative Gedanken stoppen können: Durch die volle Konzentration auf den Atem und das Ausführen der Asanas bleibt uns während des Yogas oft nicht viel Zeit, an andere Dinge zu denken. Dies ist ein weiteres Heilmittel von Yoga gegen Depression. Denn ein Kennzeichen der Depression ist oft auch ein exzessives Denken, das immer wieder um die gleichen, meist negativen Inhalte kreist. Yoga hilft uns, den Teufelskreis zu brechen.
  4. Yoga beruhigt das Nervensystem: Unerlöstes Trauma, aber auch allein unser moderner Alltag ist dadurch gekennzeichnet, dass unser Nervensystem permanent im Stresszustand ist. Tiefes und ruhiges Atmen beruhigt unser Nervensystem und ist somit ein hervorragendes Mittel gegen Unruhe und Schlafstörungen, die auch bei Depression oft auftreten. Um die Wirkung von Yoga auf das Nervensystem voll und ganz auszuschöpfen, ist es wichtig, während der Yogastunde immer wieder Zeiten zum Innehalten und Nachspüren einzubauen. Gerade ruhigere Formen von Yoga wie Yin-Yoga oder Restorative Yoga sind ideal, um uns vor dem Schlafengehen in einen entspannten Zustand zu bringen.

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